Mapping Arab Docs

Ein Scan, beziehungsweise eine Bestandsaufnahme kürzlich erschienener Dokumentarfilme von Filmschaffenden aus der arabischen Region. Veröffentlicht zusammen mit Schaubildern, Datenanalysen und Essays von anerkannten Expert*innen aus dem Dokumentarfilmbereich.

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Mapping Arab Documentary bietet erstmalig ein Instrument, um die sich ständig verändernde Dokumentarfilmszene und das Milieu, in dem Filme entstehen, zu erkunden, zu dokumentieren und zu untersuchen.

Die Grundidee hinter Mapping Arab Documentary ist es, eine Wissenslücke zu füllen, die durch den Mangel an belastbaren Informationen und verifizierbaren Daten besteht. Daher bietet MAD neben den Filmlisten, die einen guten Eindruck zum Umfang der Filmveröffentlichungen vermitteln, auch Schaubilder und Analysen.

MAD ist Teil einer Studienreihe, die DOX BOX erstellt und die es sich zur Aufgabe macht, den Status quo der arabischen Dokumentarfilmlandschaft zu untersuchen. Eines unserer Ziele hierbei ist es, räumliches Denken und historisches Bewusstsein in der Bewertung von öffentlicher Infrastruktur, Sozialgeographie, kollektivem Bewusstsein, kulturellen Netzwerken und ökonomischer Entwicklung zu befördern.

Mapping Arab Documentary richtet sich an Leser*innen, die im Dokumentarfilmbereich tätig sind. Übergeordnetes Ziel der Studie ist es, sowohl Entscheidungsträger*innen als auch Filmschaffende mit weiterführenden Kenntnissen auszustatten, die es ihnen ermöglichen, mit Weitblick und erweitertem Wissen fundierte Entscheidungen zu treffen und ihre alltägliche Arbeit in diesem Bereich zu verbessern.

Die erste Publikation von Mapping Arab Documentary wird im Rahmen von Podiumsdiskussionen veröffentlicht. Das erste solche Panel hat im März 2018 in Zusammenarbeit mit Beirut Cinema Platform in Beirut, Libanon stattgefunden. Das zweite fand während der arab.european Documentary Convention im April in Leipzig statt. Weitere Diskussionsrunden sind für Juni 2018 in Marokko und Oktober 2018 in Palästina geplant.

Event-Ankündigung von BCP & DOX BOX auf Facebook

Mapping Arab Docs (MAD 2017) trägt erstmals überhaupt Informationen zu unabhängigen Dokumentarfilmen aus der arabischen Region zusammen. Die Publikation bezieht sich hierbei auf Filme, die in den Jahren 2015 und 2016 veröffentlicht wurden.

So entstand eine umfassende Referenz aus den zusammengetragenen  Information und ein Überblick über besondere Merkmale und Einflüsse im Dokumentarfilmbereich in der arabischen Region.

MAD besteht aus drei Teilen:

  • Mapping Arab Docs 2017 mit Analysen und Studien
  • Je ein Filmverzeichnis aller Veröffentlichungen von 2015 und 2016.

Die Daten wurden von Spezialisten gesammelt und unabhängig überprüft, um sicherzustellen, dass alle Informationen zu den Filmen korrekt sind.

Nicht zuletzt ist MAD 2017 auch ein Instrument, um das weltweite Interesse an Dokumentarfilmen aus der arabischen Region zu befördern. MAD 2017 und die beiden Filmverzeichnisse werden für internationale Institutionen wie Festivals, Filmmärkte, Vorführungsstätten und für Filmverleiher  und Kuratoren verfügbar gemacht.

Zum Download-Bereich –>

2015, 2016 und 2017 hat unser Team hauptsächlich ehrenamtlich an MAD gearbeitet, um Entwurf und Umfang der Recherche festzulegen.

Eine kleine Förderung ermöglichte es dann 2017, mit den Vorbereitungen für die Recherche, die Datensammlung und das Design zu beginnen. Ende 2017 war es uns dadurch möglich, mit der ersten Studie in den Druck zu gehen.

Redaktionsteam 2015-2017  (in alphabetischer Reihenfolge)


Konzeptentwicklung:
Claudia Jubeh, Diana El Jeiroudi, Guevara Namer, Marion Schmidt

Koordination & Recherche:
Claudia Jubeh

Zusätzliche Recherche:
Anne Kierkegaard, Claudia Patersen, Nawras Ali, Nihal Zaghloul

Prüfkomitee Filmverzeichnis:
Guevara Namer, Irit Neidhardt, Tue Steen Müller

Dateneingabe & Erstanalyse:
Nihal Zaghloul

Datenanalyse:
Claudia Jubeh, Diana El Jeiroudi, Saleem Albeik, Yasmine Haj

Aufsätze von:
Irit Neidhardt, Nadim Jarjoura, Saleem Albeik, Viola Shafik, Yasmine Haj

Arabisch:
Iskandar Ahmad Abdallah, Lamia Sahili, Usama Ghanoum

Englisch:
Claudia Paterson, Sarah Godfrey

Deutsch:
LingoKing

Design & Layout:
Fadi Abdelnour, Subtype Studio

Unser besonderer Dank geht an:
Azza Chaabouni, Emily Dische-Becker, Fadoua Maroub, Guevara Namer, Marion Schmidt sowie Orwa Nyrabia für die ausführliche Hilfe und Beratung.

2018 wird Mapping Arab Documentary weiterhin Filme scannen, das Fundament der Studie erweitern und zusätzlich die die Filmindustrie in der arabischen Welt umgebende Wirtschaft untersuchen. Diese Anstrengungen sind Teil einer größeren Studie von DOX BOX mit dem Titel „Data is Beautiful“ (DiB).

D.i.B. zielt nicht nur darauf ab, das räumliche Denken zu fördern und einen Beitrag zur historischen Untersuchung zu leisten, sondern auch eine Grundlage für Entscheidungen und die tägliche Arbeit von in der Branche Tätigen, Fachleuten und Entscheidungsträger*innen zu bieten.

Die erste Publikation von Mapping Arab Documentary wird im Rahmen von Podiumsdiskussionen veröffentlicht. Das erste solche Panel hat im März 2018 in Zusammenarbeit mit Beirut Cinema Plattform in Beirut, Libanon stattgefunden. Das zweite fand während der arab.european Documentary Convention im April in Leipzig statt. Weitere Diskussionsrunden sind für Juni 2018 in Marokko und Oktober 2018 in Palästina geplant.