Documentary Convention

2. Convention vom 15. bis 17. April 2018 in Leipzig

Registrierung über 

documentary-convention.org

Ein jährliches internationales Treffen der Dokumentarfilm-Community, das führende Dokumentarfilmschaffende und Entscheidungsträger zusammenbringt – für Dialog, Zusammenarbeit und Widerstand und auf eine Art und Weise, die Veränderungen anstößt, Kreativität anregt und den Aufbau von Geschäftsbeziehungen fördert.

Von DOX BOX gemeinsam mit dem Arab Fund for Arts and Culture (AFAC) entwickelt, ist die Documentary Convention ein jährliches internationales Treffen der Dokumentarfilm-Community mit Schwerpunkt auf Dokumentarfilmbranchen in der arabischen Region und Europa.

Sie bringt führende Dokumentarfilmschaffende und Entscheidungsträger*innen aus der ganzen Welt sowie der arabischen Region und Europa zusammen, und bietet ihnen ein Forum für Dialog, Zusammenarbeit und Widerstand auf eine Weise, die Veränderungen anstößt, Kreativität anregt und den Aufbau von Geschäftsbeziehungen fördert. Ziel der Convention ist die Schaffung einer Lobby und eines Bezugspunktes für das Voranbringen des Dokumentarfilms im Ganzen.

Im Zentrum der Documentary Convention, die für Fachleute ausgerichtet wird, steht ein immersives Programm aus inspirierenden Vorträgen, Projektpräsentationen und praktischen Workshops, begleitet von Expertengruppen, die Ergebnisorientierung und -fortführung sicherstellen.

Mehr Infos zur DC 2019 und Registrierung auf documentary-convention.org.

DOX BOX e.V. und AFAC (The Arab Fund for Arts & Culture) haben sich zusammengetan, um gemeinsam die 1. Documentary Convention auf die Beine zu stellen.
DOX BOX e.V.

DOX BOX ist eine gemeinnützige Organisation, die 2014 in Berlin gegründet wurde. Sie ist aus dem gleichnamigen internationalen Dokumentarfilm-Festival entstanden, welches 2008 in Syrien erstmals stattfand. Die Organisation wurde mit dem Ziel gegründet, das Entstehen und die Entwicklung des Dokumentarfilms und des Dokumentarfilmemachens in der arabischen Welt zu fördern und dabei die Werte und Prinzipien der Gerechtigkeit, Menschenwürde und Menschenrechte zu fördern.

DOX BOX bietet verschiedene unkonventionelle Förderung für Dokumentarfilmschaffende und -aktivist*innen in der arabischen Welt. Dazu zählt ein Künstlerresidenzprogramm, Online-Kurse (e-Learning), Publikationen und Studien, Netzwerkaktivitäten sowie andere Arten finanzieller und pädagogischer Unterstützung.

Anliegen von DOX BOX ist es, das Entstehen einer prosperierenden Dokumentarfilm-Community in und aus der arabischen Welt zu ermöglichen und zu unterstützen.

Der Arab Fund for Arts & Culture (AFAC)

Gegründet im Jahr 2007 von lokalen Kulturlobbyisten als unabhängige Initiative, die sowohl Einzelpersonen als auch Organisationen in den Bereichen Kino, darstellende Kunst, Literatur, Musik und bildende Kunst fördert und gleichzeitig kulturellen Austausch, Forschung sowie Kooperation in der arabischen Welt und weltweit fördert.

Wie wichtig und umfassend Arbeit von AFAC ist, zeigt sich unter anderem darin, dass arabische Filmschaffende ihre Filme auf internationalen Filmfestivals vorführen; dass Übersetzungen von ausländischer zeitgenössischer Literatur ins Arabische angefertigt und kostenlos im Internet verbreitet werden; dass in Archiven, auch in schwierigen Zeiten und in konfliktbelasteten Ländern wie dem Libanon und dem Irak Bilder des täglichen Lebens gesammelt, dokumentiert und bewahrt werden; dass Workshops stattfinden, in denen Kinder lernen, Geschichten durch Puppenspiel und Animation zu weben; dass aktuelle zeitgenössische Geschichten aus der Region mit der globalen Öffentlichkeit geteilt werden.

Über die Arbeiten unserer Stipendiat*innen wurde in der lokalen wie internationalen Presse berichtet. Sie wurden eingeladen, an renommierten Festivals, Künstleraustausch- und Residenzprogrammen teilzunehmen, und haben ihrerseits hunderte andere Menschen inspiriert, in Workshops und Trainings an ihren künstlerischen Projekten zu arbeiten. Trotz dieser Erfolge sowie der großen internationalen Anerkennung arbeitet die überwältigende Mehrheit der AFAC-Preisträger*innen auch weiterhin in der Region fortgesetzt und richtet ihre kulturellen Beiträge auf einen lokalen Kontext aus.

Wir freuen uns, dass wir renommierte internationale Kooperationspartner*innen zusammenbringen konnten. Mit dabei sind:
DOK Leipzig

Das Internationale Festival für Dokumentar- und Animationsfilm Leipzig ist das größte deutsche und eines der führenden internationalen Festivals für künstlerischen Dokumentar- und Animationsfilm sowie interaktives Storytelling.

Gegründet im Jahr 1955, ist DOK Leipzig das älteste Dokumentarfilmfestival der Welt. Von Anfang an waren jedoch animierte Filme Teil des Festivalprogramms, welches heute bis in den Bereich der Crossmedia-Kunst hineinreicht. Dadurch, sowie durch den großen Stellenwert, welcher der künstlerischer Qualität der gezeigten Filme eingeräumt wird, ist Leipzig in der internationalen Festivallandschaft einzigartig. Der künstlerische Ansatz ist essentiell für die Auswahl vielschichtiger Arbeiten, die die Realität in ihrer Komplexität und mit radikaler Subjektivität widerspiegeln. Das Programm umfasst internationale Wettbewerbe für lange und kurze Dokumentar- und Animationsfilme sowie für animierte Dokumentationen, für deutsche Dokumentarfilme und den Next Masters Wettbewerb. Es gibt zahlreiche Sonderprogramme wie den regionalen Schwerpunkt, eine reiche historische Retrospektive, eine Hommage an eine*n Meister*in und vieles mehr.

Als Ort, an dem sich während des Kalten Krieges und seiner langen Geschichte Filmemacher aus Ost und West sowie aus Afrika, Asien und Lateinamerika treffen und austauschen konnten, feiert DOK Leipzig bis heute geographische und künstlerische Vielfalt. Inzwischen hat sich DOK Leipzig zu einem internationalen Kompetenzzentrum für Dokumentar- und Animationsfilm entwickelt, das das ganze Jahr über aktiv ist. Mehr lesen.

IDFA BERTHA FUND
Der IDFA Bertha Fund soll den Bereich des kreativen Dokumentarfilms in Afrika, Asien, Lateinamerika, dem Nahen Osten und Teilen Osteuropas fördern und stärken, indem er innovative Dokumentarfilme von talentierten Filmschaffenden aus diesen Regionen unterstützt. Im Rahmen zweier Förderprogramme stellt der Fonds Mittel für Entwicklung, Produktion und Vertrieb von Filmen  bereit. Filmschaffende aus und in den genannten Regionen können sich für IBF Classic bewerben. Europäische Koproduzent*innen von Dokumentarfilmen aus diesen Regionen können sich für IBF Europe bewerben. Neben finanzieller Unterstützung bietet der Fonds maßgeschneiderte Beratungs- und Trainingsprogramme, um die Filmschaffenden in ihrem kreativen und Produktionsprozess zu unterstützen. Darüber hinaus werden Filmschaffende zu verschiedenen Branchenveranstaltungen eingeladen, wo sie ihr internationales Netzwerk und ihr Wissen über die Dokumentarindustrie erweitern können.  Mehr lesen | Informations en Français

 

IDA – International Documentary Association

Die International Documentary Association (IDA) widmet sich dem Aufbau und der Pflege einer florierenden Dokumentarfilmkultur und stellt mit ihren Programmen Ressourcen zur Verfügung, trägt zum Community-Aufbau bei und verteidigt die Rechte und Freiheiten von Dokumentarfilmer*innen, Aktivist*innen und Journalist*innen. Die IDA bietet Dokumentarfilmschaffenden eine Vielzahl von Möglichkeiten, sich professionell weiterzuentwickeln. Durch ihre finanziellen Sponsoring- und Zuschussprogramme werden jährlich mehr als 1 Million US-Dollar an Fördergeldern vergeben. Von der freien Meinungsäußerung über die faire Nutzung bis hin zur staatlichen Finanzierung von Kunst – die IDA steht an vorderster Front bei wichtigen Themen, mit denen Dokumentarfilmschaffende, Aktivist*innen und Journalist*innen konfrontiert sind. Mit den renommierten IDA Documentary Awards sowie der Screening Series und dem DocuDay würdigt und fördert die Organisation das weltweit beste Dokumentarfilmkino. Mehr lesen.

 

THE SUNDANCE DOCUMENTARY PROGRAM

Das Sundance Documentary Film Program unterstützt weltweit Filmschaffende aus dem Bereich des nicht-fiktionalen Films bei der Produktion von Dokumentarfilmen zu zeitgenössischen Themen. Das Programm wurde 2002 mit der Unterstützung der Open Society Foundations gegründet und ist eine lebendige globale Ressource für unabhängigesm nicht-fiktionales Storytelling. Zu den jüngsten Projekten gehören Joshua Oppenheimers „The Look of Silence“, Laura Poitras‘ „CITIZENFOUR“, Nanfu Wangs „Hooligan Sparrow“, Sabaah Jordan und Damon Davis‘ „Who Streets“, Kirsten Johnsons „Cameraperson“, Kitty Greens „Casting“ Jon Benet und Raoul Pecks „I Am Not Your Negro“. Mehr lesen.

1. Convention vom 12. bis 14. April 2018 in Leipzig

Vom 12. bis zum 14. April 2018 sind etwa 110 Fachleute aus 30 Ländern der Einladung des Arab Fund for Arts and Culture und von DOX BOX zur ersten Auflage der Documentary Convention in Leipzig gefolgt. Dort haben sie über den Status quo der internationalen Dokumentarfilmbranche in unterschiedlichen Formaten in 4 von Expert*innen geleiteten Modulen diskutiert, die von geschlossenen Expert*innengruppen über Fallstudien bis hin zu Diskussionspanels reichten. Das intensive 3-tägige Programm in Leipzig wurde durch Rough-cut-Screenings von 3 Filmen weiblicher algerischer Filmschaffender sowie zwei öffentlichen Vorführungen – „House in the Fields“ von Tala Hadid und die Oscar-nominierte Produktion „Last Men in Aleppo“ in Anwesenheit des Regisseurs Feras Fayyad mit anschließendem Q&A – ergänzt.

Mehr zur ersten Auflage documentary-convention.org.